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Ein Unternehmensfilm fast ohne Daten, Fakten und Produkte und stattdessen mit großzügigen, emotionalen Bildern und eingängigem Plot. Was bis vor kurzem noch unüblich und ungewöhnlich war, sieht man heute immer mehr – und das speziell auch im B-to-B-Geschäft und in der Industrie: einen Imagefilm, der die Marke stärkt.

Wer sich früher einen Unternehmensfilm anschaute, wusste meist genau, was ihn erwartete: ein typisches Firmen- und Produktinformationsvideo mit vielen Daten und Fakten zur Geschichte des Unternehmens, ausführlichen Portraits der Standorte und Werke und einer umfassenden Darstellung der gesamten Produktpalette. Informativ, aber oft auch detailverliebt und langatmig. Und damit alles andere als spannend.
Emotion statt Information
Wenn heute Unternehmensfilme konzipiert werden, stehen Information und Faktenorientierung nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen ist großes Kino angesagt, denn diese Filme werden im Marketingmix zunehmend als Opener und Teaser eingesetzt. Sie sollen emotional die Werte der Marke vermitteln, den Betrachter durch Bilder, Geräusche und Musik für Unternehmen, Marke und Produkte begeistern und eine starke Identifikation mit der Marke und ihren Werten auslösen. Und so den Betrachter einstimmen und neugierig machen – beispielsweise auf ein persönliches Gespräch mit dem Vertriebsberater auf der Messe oder im Showroom, auf die Produktbroschüre oder die Informationen im Internet.
Die Nutzer der Produkte als Stars: STIHL
Um diese Ziele zu erreichen, ändern die Regisseure aus den Marketingabteilungen und den Agenturen den Blickwinkel: Stars sind nicht mehr die Unternehmen, sondern ihre Zielgruppen, die typischen Nutzer ihrer Produkte. Wie etwa beim neuen Unternehmensfilm „Der Aufbruch” der weltweit meistverkauften Motorsägenmarke STIHL. Er zeigt Forstarbeiter – auch im wahren Leben keine Schauspieler, sondern allesamt Profis – in ihrem natürlichen Arbeitsumfeld. Ohne sie zu heroisieren verfolgt er mit stark emotionalen, eindrucksvollen Bildern, Geräuschen und Musik, wie sie ihre schwierige und gefährliche Arbeit mit den STIHL-Geräten souverän meistern: Sie nutzen an einem stark verregneten Morgen die Zeit in ihrer Gerätehalle, um ihre STIHL Geräte und Werkzeuge für den Einsatz vorzubereiten und mit Sorgfalt zu pflegen. Dabei schweifen ihre Gedanken immer wieder ab in Erinnerungen an extreme Einsätze und harte Aufgaben, die sie zu bewältigen hatten. Der Wechsel zwischen ruhigen, bedächtigen Close ups in der Halle mit schnellen, dynamischen Einsatzszenen erzeugt Spannung und vermittelt dem Zuschauer das Gefühl: Mit STIHL meisterst Du jede Herausforderung. Erst im Abspann des Films erfährt man etwas über die wichtigsten Eckdaten des Unternehmens.