News
Das mobile Internet steht seit Jahren ganz oben in den digitalen Trend-Charts. 2010 soll der Durchbruch endlich kommen. Die Gründe: die sehr große Beliebtheit und Verbreitung von Smartphones wie iPhone & Co., die Vereinheitlichung der Techniken, Location Based Services, die schnellere Datenübertragung, die sinkenden Datentarife und die innovativen Möglichkeiten für mobile Services. Spätestens jetzt sollten mobile Anwendungen Bestandteil mehrwertorientierter Kommunikationskonzepte werden.
Das Apple iPhone hat den Handy-Markt revolutioniert und seit dem Launch 2007 Dynamik in den stagnierenden Markt des mobilen Internets gebracht. Und der Siegeszug der Smartphones geht weiter: IT-Marktbeobachter wie Gartner oder IBC prognostizieren unisono, dass bis 2013 bis zu einer Milliarde Geräte weltweit über den Ladentisch gegangen sind. Bereits 2009 haben bereits 12 Prozent aller Handy-Benutzer ihr Gerät für Nachrichten- und Informationssuche eingesetzt. Die Gartner-Analysten erwarten außerdem, dass 2010 mehr als 4 Mrd. Downloads in Application Stores vorgenommen werden, bis 2013 rechnen sie sogar mit 21,6 Mrd. Downloads. Die geschäftliche und private Nutzung wird zunehmend zum Massenphänomen!
Haben früher die Endgeräte, die mobilen Internetangebote selbst und letztlich die Verbindungskosten nicht gerade zum mobilen Surfen eingeladen, hat sich das inzwischen ziemlich geändert. Das liegt zum einen daran, dass der hohe Preisdruck im Markt dazu geführt hat, dass sich Provider zunehmend bei Handy-Tarifen und Flatrates unterbieten. Zum anderen bieten neue smarte Plattformen wie iPhone, Android und Blackberry vor allem die längst notwendigen technischen Voraussetzungen für schnelles und bedienerfreundliches Surfen. Das hat bereits 2009 dazu geführt dass die Zahl der Medien, Dienstleister und Markenartikler, die eigene mobile Applikationen anbieten, stark gewachsen ist. So sind Smartphones heute schon als Fremdenführer, Navigationsgeräte, Fahrplanauskunft, Personal Trainer, mobile Tageszeitung, elektronische Geldbörse und vieles mehr in Gebrauch.
Allein im Apple App Store haben Entwickler bis Ende 2009 mehr als 100.000 dieser Anwendungen eingestellt. Waren sie bisher vorzugsweise im privaten Umfeld zu finden, werden sie jetzt für Unternehmen und ihre Marketingkonzepte zunehmend attraktiv und geschäftswirksam. Denn gut gemachte, hilfreiche Applikationen installieren oder bookmarken Konsumenten bereitwillig auf ihrem Mobiltelefon und empfehlen sie natürlich auch weiter, wenn sie als Nutzer von der Anwendung begeistert und überzeugt sind. Das Ergebnis: eine hohe Bindung an ein Unternehmen oder eine Marke und ihre virale Verbreitung.
Voraussetzungen für einen solchen Erfolg sind die genaue Abstimmung auf die Bedürfnisse und die Erwartung der Zielgruppen und vor allem den zugrundeliegenden Mehrwert, denn 08/15-Applikationen fallen schnell durchs Raster. Unternehmen und ihre Agenturen müssen sich also gut überlegen, welchen besonderen Nutzen sie mit ihrer Anwendung bieten möchten. Das kann bei einem Modehersteller ein Look-Book der aktuellen Kollektion oder bei einem Industrieunternehmen ein mobiler Produktkatalog mit Merkliste sein. Ein Motorenhersteller kann einen Motorenselektor anbieten, mit dem Kunden, Vertrieb oder Servicetechniker gezielt die richtigen Komponenten für ihre Anlagen aussuchen und bestellen können. Unternehmen können ihren Messebesuchern anbieten, über das Einscannen eines Markers am Exponat die entsprechenden Broschüren nach Hause zu bestellen statt sie den ganzen Tag übers Gelände zu schleppen. Ein weites Feld für kreative Mehrwert-Ideen.
Die nützlichsten Ideen sind allerdings wertlos, wenn sie nicht einfach und smart funktionieren. Zusammen mit Konzeptionern und Programmierern aus der Agentur muss deshalb schon in der Konzeptionsphase ein durchdachter Ablaufplan aufgestellt werden. Dabei wird dann auch gezielt ausgewählt, auf welchen Endgeräten die Applikation funktionieren soll, denn die haben auch unterschiedliche Anforderungen. Die Spezialisten müssen das technische Know-how haben, um diese Anforderungen zu kennen und die Anwendung in der jeweils erforderlichen Programmiersprache – Objektiv-C, Java, HTML5 oder Javascript – zu realisieren. Sie müssen mobile Auftritte programmieren können, die automatisch aus der Website oder dem Content Management System des Unternehmens heraus generiert und auf allen Geräten optimal dargestellt werden. Sie müssen Standort-Informationen, die als Location Based Services ausgewertet wurden, ebenso einbinden können wie multimedialen Content, beispielsweise Filme, Animationen oder Musik. Auch dass sie die Anwendung im Corporate Design des Unternehmens gestalten ist wichtig, denn das soll schließlich als Absender wiedererkannt werden. Und zu guter Letzt muss auch noch die Zulassung in einen Application-Store – mit Prüfung durch den Anbieter – oder über eine Webadresse eingerichtet werden.
Egal ob mobile BtoB- oder BtoC-Anwendungen, in jedem Falle ist also spezielles Know-how für das Online-Branding im mobilen Internet erforderlich. Daher hat P//MOD in Erlangen und München – die digitalen Spezialisten von Publicis PRO – ein eigenes Team aufgestellt, das sich neben Website-Optimierungen für mobile Endgeräte vor allem die Entwicklung und Umsetzung mobiler Applikationen auf die Fahnen geschrieben hat.